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28 Juli 2014

EBR von Holcim und Lafarge beunruhigt über Entscheidungen der beiden Konzerne

Anders als die Manager der beiden Konzerne, die in ihren Mitteilungen von den Folgen der Fusion Lafarge/Holcim schwärmen, sind die Mitglieder der engeren Ausschüsse der Europäischen Betriebsräte (EBR) von Lafarge und Holcim, die am 22. Juli 2014 in Brüssel zusammen kamen, über eine Reihe von Entscheidungen der Konzerne beunruhigt, die in erster Linie durch soziale und steuerliche Interessen angetrieben werden.

Die erste Warnung stellt die Wahl der Lage des Hauptsitzes in der Schweiz und die Aufrechterhaltung des Forschungszentrums in Lyon dar. Auch wenn die Konzerne es leugnen, wirft die Wahl des Sitzes in der Schweiz die Frage über den beabsichtigen Steuervorteil auf. Das soziale Interesse ist real, denn die Schweiz bietet weniger Schutz in Sachen europäischer Sozialdialog. Schließlich stellt der Erhalt des Forschungszentrums in Lyon eine echte Chance dar, in einer Zeit, in der die französische Regierung attraktive Steuervorschriften durch Steuergutschrift für Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze, aber auch durch Steuergutschrift für Forschung bietet.

Aber am meisten beunruhigt die Schaffung eines gemeinsamen Dienstleistungszentrums für Holcim im slowakischen KOSICE. Der EBR von Holcim ist nicht nur der Auffassung, dass die Wahl, in die Slowakei zu gehen, durch die niedrigsten sozialen Kosten begründet ist, sondern er sieht bereits, dass diese Entscheidung auch Auswirkungen auf die Beschäftigung von Mitarbeitern in der Schweiz, Deutschland und Italien hat. Man muss nicht viel Fantasie haben, um sich vorzustellen, dass dieses gemeinsame Dienstleistungszentrum in naher Zukunft von Holcim und Lafarge gemeinsam genutzt werden wird, was Folgen für die Beschäftigung von Mitarbeitern bei Lafarge und Holcim haben wird.

Die Mitglieder der EBR von Lafarge und Holcim sind heute immer mehr davon überzeugt, dass eine Reihe von Entscheidungen, die von der Suche nach niedrigeren Steuern und/oder sozialen Kosten angetrieben wird, bereits in Europa, aber auch auf anderen Kontinenten umgesetzt werden. Dieser Ansatz scheint völlig im Widerspruch zu den Verpflichtungen der beiden Konzerne in Bezug auf SVU zu stehen.

Deshalb sind die Mitglieder der engeren Ausschüsse der EBR von Lafarge und Holcim bereit, alle Mittel zu nutzen, einschließlich der rechtlichen, so dass jede Entscheidung, die Auswirkungen auf die Zukunft des Konzerns haben könnte, Gegenstand eines echten Dialogs ist, der die Verfahren zur Unterrichtung/Anhörung der EBR einhält.

Jan VOETS, +32 477 54 39 65
Rolf BEYELER, +41 796 03 27 22
Jean Michel GILLET, +33 676 05 70 68